Um 1900 v. Chr. wanderten die griechischen Achäer in
diese Gegend und gründeten auf einem Hügel eine Burg. Den Höhepunkt
erreichte Mykene in der Späthelladischen Epoche (1600-1100 v. Chr.).
Sie war wohl die bedeutendste Stadt dieser Epoche, weshalb diese Epoche
auch als mykenische Epoche bezeichnet wird. Mykene beherrschte die
nahegelegene Fruchtbare Ebene und die Stadt Tiryns, welche von der
Aristokratie Mykenes als Sommerresidenz und Hafen genutzt wurde. In der
Spätmykenischen Zeit kamen viele Einflüsse von Kreta nach Mykene, was
sich auch in der Architektur, wie beim Löwentor niederschlug. Um 1300
v. Chr. wurde die Burg mit der sogenannten Kyklopenmauer erweitert, die
ihren Namen aufgrund der großen Steine hat, aus denen sie besteht. Die
späteren Griechen konnten sich nicht vorstellen, dass Menschen in der
Lage waren solche Steine zu bewegen. Deshalb nannten dachten sie, dass
die Mauer von Kyklopen gebaut wurde. Die Burg bestand aus einer Ober-
und einer Unterstadt. Um 1100 v. Chr. wurde Mykene während der
Dorischen Wanderung zerstört. Danach kam Mykene im Machtbereich der
Stadt Argos. 468 wurde die Außenmauer von Mykene. In der Nähe wurde
eine Stadt gegründet, die jedoch kurz danach wieder verfiel.