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Die Mykenische Kultur

 

Bezeichnung für die Achäische Kultur
ca. 2000-1250 v. Chr.

Vorgeschichte (3000-1700 v.Chr.)
Frühmykenische Zeit (1580-1480 v.Chr.)
Mittelmykenische Zeit (1480-1400 v. Chr.)
Spätmykenische Zeit  (1400-1100 v.Chr.)

Zeitachse

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Allgemein

Die mykenische Kultur ist eine der ersten indoeuropäischen Hochkulturen und ist besonders durch Heinrich Schliemann und die Ilias sehr bekannt.

 

Militär

Die Mykener verfügten über schwer gepanzerte Krieger. Von anderen Kulturen, wie Ägypten zur Zeit der Hyksos übernahmen die Mykener den Streitwagen. Dies führte zur Entstehung eines Kriegeradels, da sich nur die Reiche Oberschicht die Pferdezucht, einen Streitwagen und die vielen Soldaten die zusätzlich nötig waren leisten konnten. 

 

Vorgeschichte

Um 1950 v. Chr. wanderten die ersten Griechen vom Balkanraum nach Süden. Manche Stämme siedelten sich auf dem griechischen Festland an und lebten als Hirten in lockeren Gemeinschaften. Die Achäer wanderten nach Süden auf die Peloponnes und kamen dort mit den weit entwickelten nicht-griechischen Bewohnern in Verbindung. diese waren Träger der Früh- und Mittelhelladischen Kultur. Die Achäer vermischten sich mit der alten Bevölkerung, setzten ihre Sprache, das Griechische durch und übernahmen die hochentwickelte Kultur. Im ägäischen Raum blieben jedoch die Minoer die vorherrschende Macht.

 

Die Entstehung der mykenischen Städte

Der Aufstieg

Um 1600 v. Chr. blühten die achäischen Städte in Griechenland auf. Diese neu entstandene Bronzezeitkultur wird nach der größten und auch mächtigsten dieser Städte, nämlich Mykene benannt. In diese Zeit fällt auch eine Niedergangszeit der minoischen Kultur, die wohl durch eine Naturkatastrophe um 1700 v. Chr. ausgelöst wurde. Die mykenischen Fürsten profitierten von dieser schwachen Phase der Minoer, da deren Seeherrschaft in der Ägäis nachließ. Die Mykener übernahmen in dieser Zeit viele Elemente der minoischen Kultur wie Architektur, Kanalisations- und Brückenbau, Keramik Spiralmustern und Doppeläxten und Mode. In dieser Zeit wurde Knossoss auf Kreta mehrmals geplündert. Ob sich daran auch Achäer beteiligten ist unsicher. In dieser Blütezeit hatten die Mykener Kontakte zu Ägypten. Zu dieser Zeit bekämpfte die einheimische Bevölkerung in Ägypten die Fremden Besatzer ihres Landes, die Hyksos. Es könnten in dieser Zeit mykenische Krieger in Ägypten gekämpft haben. Auf jeden Fall kamen in dieser Zeit ägyptische Einflüsse nach Griechenland. So finden sich Straußeneier und neue Elemente in der Bestattung wie die primitive Mumifizierung einiger weniger Leichen und die Einführung von reichen Grabbeigaben wie es zuvor in Ägypten auch der Fall war. Besonders wichtig für die mykenische Gesellschaft war die Einführung des Streitwagens. Jetzt entstand ein Kriegeradel und die Gesellschaft wurde ein Feudalsystem.

         Das Löwentor in Mykene

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►Minoer

Die Mykenische Zeit

Die Mittelmykenische Kultur mit ihren wichtigsten Zentren

 

Das wichtigste und fortgeschrittenste Zentrum war die Stadt Mykene, die der ganzen Kultur ihren Namen gab. In der Stadt wurden reiche Schätze gefunden und es scheinen sich viele andere Städte nach Mykene orientiert haben. In dieser Zeit wurden Kontakte mit den Minoern aufgenommen. Die Mykener betrieben jetzt Seehandel, konnten jedoch nicht an die Stärke der minoischen Flotte herankommen. Trotzdem kamen in dieser Zeit viele Einflüsse des Festlandes nach Kreta. Zudem finden sich nun Gräber mykenischer Ritter auf Kreta. Diese scheinen zuerst nur als Söldner für die Minoer gedient zu haben, übernahmen aber nach und nach die Macht auf Kreta. Diesen Rittern folgten nun griechische Schreiber. Nach und nach übernahmen die Griechen auch die Macht in den minoischen Kolonien wie Thera, Melos, Rhodos, Milet und Kos. Um 1400 v. Chr. wurde Kreta wieder durch ein Erdbeben verwüstet, jedoch verfielen danach die minoischen Städte endgültig. Mykene wurde mit einer großen Mauer, der sogenannten Kyklopenmauer befestigt und eine Palastburg errichtet. In Tiryns errichteten die Adeligen von Mykene eine Palastburg, in dem sich die mykenischen Herrscher im Winter aufhielten. Hier lagen auch die Schiffe vor Anker mit denen die Herrscher von Mykene Handel betrieben. Die Mykener handelten jetzt mit vielen anderen Kulturen im östlichen Mittelmeerraum. Die Mykener kolonialisierten die Ägäis und kamen damit in Konflikt mit den Hethitern, die in Kleinasien ansässig waren. Um 1200 v. Chr. kam es zu einem Handelskrieg mit Troja am Hellespont, welcher wohl durch hohe Zölle verursacht.

Kuppelgrab bei Mykene

Der Untergang

Um 1200 v. Chr. kam es zu einer Völkerwanderung, in der weitere griechische Stämme, allen voran die Dorer nach Griechenland einfielen. Durch überlegenere Waffen, wie Reiterei konnten sie sich in Griechenland festsetzen. Manche mykenische Burgen konnten sich noch ein paar Jahre halten, jedoch wurden zur gleichen Zeit von den sogenannten Seevölkern die Handelspartner von Mykene im östlichen Mittelmeer vernichtet, sodass die wirtschaftliche Grundlage zusammenbrach.

 

Wiederentdeckung

Die mykenische Kultur wurde von 1876 bis 1885 von dem deutschen Hobbyarchäologen Heinrich Schliemann entdeckt.

 

© Michael Ziemann 18:29 24.04.2004